Radrundweg Nagelfluhkette | Abschnitt Egg-Doren

Die REGIO Bregenzerwald und die Gemeinden setzen sich mit dem Projekt „Radrundweg Nagelfluhkette | Abschnitt Egg-Doren“ für den Erhalt der ehemaligen Bahntrasse zwischen Egg und Doren ein. Ziel ist es, das einzigartige Naherholungsgebiet Bregenzerachtal auch mittel- und langfristig für die Bevölkerung zugänglich und nutzbar zu halten.

Kulturgeschichtliches Element Wälderbahntrasse
Die Bregenzerwaldbahn hat die Region durch eine wichtige Epoche begleitet und in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht vieles bewirkt. Auch nach der Einstellung des Bahnbetriebs Anfang der 1980er Jahre erfüllt die Bahntrasse noch immer wichtige Aufgaben: Der Radweg von Egg taleinwärts verläuft zu großen Teilen auf der ehemaligen Trasse, die Museumsbahn zwischen Bersbuch und Bezau ist ein wichtiges touristisches Element, Bahnhofsareale werden zu verschiedenen Zwecken genutzt. Die REGIO Bregenzerwald übernimmt im Auftrag des Landes Vorarlberg die Verwaltung der ehemaligen Bahnliegenschaften.

Naherholungsraum Bregenzerachtal
Zwischen Egg und Doren erschließt die ehemalige Bahnlinie ein landschaftlich und naturräumlich wertvolles Naherholungsgebiet. In Kombination mit den kulturgeschichtlichen Elementen aus der „Bahn-Zeit“ ist dieses weitum einzigartig. Die Gemeinden in der REGIO Bregenzerwald haben es sich zum Ziel gesetzt, die einzige Längsverbindung zwischen Egg und Doren rücksichtsvoll zu erschließen und zu erhalten.

Das 9.870 m lange Teilstück der Bahntrasse zwischen Egg und Doren-Bozenau wird zu einem Geh- und Radweg ausgebaut. Dazu werden die Bauwerke der ehemaligen Bregenzerwald-bahn saniert und in verschiedenen Streckenabschnitten zusätzliche Sicherungsmaßnahmen realisiert.

Die Bahntrasse weist eine Breite von 3,00 m auf, dies entspricht der Regelbreite für einen Radweg. An drei Stellen, gesamt auf ca. 300 m Länge, wird der Weg künftig schmäler sein, um vor allem Lebensräume der unter Schutz gestellten Gelbbauchunken zu erhalten. Die Oberfläche des Radwegs wird naturnah, d.h. bekiest, belassen. Eine sensible Bauausführung ist insgesamt fixer Bestandteil des Projekts und berücksichtigt natur- und landschaftsräumliche Besonderheiten. Eine eigene ökologische Bauaufsicht wird das Projekt begleiten.

Dieses Vorhaben ist eingebettet in den Radrundweg Nagelfluhkette, der die Grenzregion Allgäu / Bregenzerwald noch näher zusammenführen will. Der Radrundweg kann in Etappen befahren werden, die Gesamtroute verläuft folgendermaßen: Oberstaufen – Alpsee – Immenstadt – Blaichach – Bolsterlang – Obermaiselstein – Rohrmoos – Sibratsgfäll – Hittisau – Lingenau – Egg – Doren – Sulzberg Thal – Weiler-Simmerberg – Oberstaufen.

Projektverlauf

seit den 80er Jahren Erhaltungsmaßnahmen an der ehemaligen Bahntrasse; 
Überlegungen und Aktivitäten zur Erhaltung und Nutzbarmachung des Bregenzerachtals

2009          Konkretisierung des Projekts
                 Abklärung der Finanzierung, Einverständnis der Grundeigentümer
08|2009     Präsentation des Projekts für die Bürgermeister des Vorderbregenzerwaldes
11|2009     einstimmiger Beschluss der REGIO-Vollversammlung

2010-2011 Behördenverfahren
03|2010     Projekteingabe bei der BH Bregenz
                 Behördenverhandlungen
09|2011     positiver Bescheid der BH Bregenz (hier Download des Bescheides)

01|2012     Vergabe von Leistungen für die vorbereitenden und begleitenden Schritte:

  • technische Projektleitung (Erstellung von Leistungsverzeichnissen und Ausschreibung, Ausführungsplanung und Bau KG): Ing. Josef Bischofberger
  • Bauablaufplanung und ökologische Bauaufsicht: DI Philipp Meusburger
  • Geologische und geotechnische Bauaufsicht: Mag. Markus Oberhauser
  • Kommunikationsstrategische Unterstützung und Öffentlichkeitsarbeit: Mag. (FH) Alois Mätzler

Derzeit werden weitere Abklärungen getroffen, d.h. die Bauablaufplanung konkretisiert sowie die Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungen vorbereitet.
Eine Information der Bevölkerung vor Ort ist – abhängig von der Witterungslage – im Frühjahr geplant. Daneben wird die Öffentlichkeit über die weiteren Projektschritte laufend informiert.
Der Baubeginn soll im Herbst erfolgen.

Information und Öffentlichkeitsarbeit (die wichtigsten Schritte):
07|2009     mediale Präsentation des Projekts (hier Download des Berichts auf orf.at)
ab 2010     laufende Information über den Projektstatus in der REGIO-Kurzinfo im Gemeindeblatt 
                 und im Kurzprotokoll der REGIO-Sitzungen für die Gemeinden
06|2010     Diskussion im Rahmen der Veranstaltung „Lebensader Bregenzerach“ in Bezau 
                 (hier Download des Berichts auf www.bregenzerwald-news.at
10|2011     Berichte in den VN, VN-"Heimat Bregenz" und ORF-"Vorarlberg Heute"
11|2011     VN-Stammtisch in Langenegg
11|2011     Berichte in den VN, VN-"Heimat Bregenz" und ORF-"Vorarlberg Heute"
12|2011     Projektinformation auf der Homepage www.regiobregenzerwald.at 01|2012     Projektinformation an die Gemeinden (hier zum Download)
02|2012     Berichte in den VN, VN-"Heimat Bregenz" und ORF-"Vorarlberg Heute"

Geplante Maßnahmen

Erhaltung und Sanierung der Substanz der ehemaligen Bahntrasse:

  • Sanierung der berg- und flussseitigen Stützmauern
  • Instandsetzung von bestehenden Durchlässen
  • Sicherung von Uferböschungen

Sanierung von Brückentragwerken:

  • Viadukt in Egg-Tuppen
  • Subersachbrücke zwischen Egg und Lingenau
  • Weißachbrücke zwischen Langenegg und Doren

Maßnahmen für die Sicherheit:

  • Errichtung und Erneuerung von Steinschlagsicherungen


  • Errichtung von Absturzsicherungen bzw. Geländern
    Stahlgeländer aus Steher + Stahlnetz
    Höhe von 1,20 m gesetzlich vorgeschrieben

    Geländer auf Viadukten, Brücken und Durchlässen, Länge ca. 400 lfm

Absturzsicherung auf Ufermauern zur Bregenzerach, Länge ca. 3.850 lfm


Fahrflächen:

Die Ausführung erfolgt als wassergebundene, bekieste Fahrbahnoberfläche. 


Verteilung des Aufwandes auf die einzelnen Maßnahmen

3/4 der veranschlagten Mittel werden für den Erhalt der Trasse eingesetzt.
1/4 dient der Mindestabsicherung vor Steinschlag und Absturz.

Finanzierung

Den bisherigen Planungen liegen Gesamtkosten in Höhe von ca. 4. Mio. € zu Grunde. Diese werden wie folgt aufgebracht:

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